Keine ständige Mitführpflicht für Personalausweise

Entgegen landläufiger Meinung besteht keine rechtliche Verpflichtung, seinen Personalausweis auch ständig mit sich zu führen.
 
§ 1 Abs. 1 Satz 1 PAuswG beinhaltet für Deutsche im Sinne des Art. 116 Abs. 1 GG lediglich die Verpflichtung, einen Ausweis zu besitzen, sobald sie 16 Jahre alt sind und der Meldepflicht unterliegen oder, ohne der Meldepflicht zu unterliegen, sich überwiegend in Deutschland aufhalten.
 
Weiterhin besteht die Verpflichtung, den Personalausweis einer zur Feststellung der Identität berechtigten Behörde (z. B. Polizei) auf Verlangen vorzulegen.
 
Sowohl die Besitz- als auch die Vorlagepflicht umfassen dagegen nicht die Verpflichtung, den Personalausweis ständig mit sich zu führen. Vielmehr ist es ausreichend, den Personalausweis der berechtigten Behörde in einem angemessenen Zeitraum vorlegen zu können.
 
So sollte der Personalausweis bei weiterer Abwesenheit vom Wohnsitz zwar mitgenommen werden, es ist aber ausreichend, diesen dann beispielsweise im Hotel zu belassen.